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Metal Gear Online - Test

Ein echter Kojima, nur eben online

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Kreativ, durchgeknallt, für Trolle gemacht: „Metal Gear Online“ ist anders als die Platzhirsche „Call of Duty: Black Ops 3“ oder „Star Wars: Battlefront“ und das ist gut so. Es hat noch ein paar Kinder-Balance-Krankheiten, aber ihr werdet verdammt viel Spass mit Schlafminen, Kühlschrank-Hündchen und Modi haben, die mehr Richtung „Splinter Cell: Spies vs. Merc“ gehen.

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„Metal Gear Online“ ist schnell, kreativ und smart gedacht. Es ist manchmal ein bisschen chaotisch, es hat seine Kinderkrankheiten, aber es ist sicherlich einer der interessantesten Multiplayer-Shooter des Jahres. Natürlich steht noch der grosse Test von „Call of Duty: Black Ops 3“ und auch „Star Wars: Battlefront“ aus, Spiele die ihre jeweiligen Marken versuchen neu zu erfinden. Aber es wird ihnen schwer fallen, an die absurde Kreativität dieses letzten Werks von Hideo Kojima und seinem neuen Team in Los Angeles zu kommen. Denn das hier ist anders, alles alles was ihr so kennt. Es ist viel mehr auf Taktik ausgelegt, der Frontalangriff gegen einen D-Walker endet eigentlich immer tödlich, wer ihn jedoch flankiert, hat leichtes Spiel. Denn die Mechs auf zwei Beinen sind am Hinterteil nicht gepanzert, ein präziser Schuss und der Fahrer fällt raus. Doch vor allem die Gadgets sind es, die es uns im grossen „Metal Gear Online“-Review angetan haben. Klar, ihr könnt ein halbes Magazin M4 in einen Gegner braten um ihn zu töten.

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Doch deutlich mehr Punkte gibt es, wenn ihr euch anschleicht, ihn in den Schwitzkasten nehmt, Informationen erpresst. Sogleich werden die Koordinaten seiner Einheit auf der Karte für euer ganzes Team sichtbar und nun könnt ihr den Typen schlafen legen und per Ballon gen Heimatbasis schicken – das gibt Punkte satt. Oder ihr missbraucht ihn als lebendiges Schutzschild, schleppt ihn vor euch her, auf dem Weg in die Black-Site-Basis, einer der Karten des Mehrspielermodus. Seine Kollegen werden das Feuer eröffnen und ihn treffen, nicht euch. Das ist ganz schön fies, weil ihr in der Figur des Gegners die Situation aus benommener Sicht erfahrt. Ihr haut wie besessen auf den Controller, weil das so eine Art Wackrütteln hervorruft. Bis der Timer abgelaufen ist, könnt ihr aber nichts tun, ausser auf die Kugeln zu starren, die euch gerade durchbohren. Doch es gibt noch eine ganze Menge anderer Nettigkeiten, mit denen ihre eure Gegner ärgern könnt. Süsse Hündchen zum Beispiel oder Schlafminen.

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