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Yaiba: Ninja Gaiden Z

Wir nennen es Farbrausch auf Drogen, Japaner nennen es Alltag

Vorschau Benjamin Kratsch

„Oh Mann, ganz ehrlich: Japan ist am Ende“ lässt ein gut gelaunter Keiji Inafune einfach mal so beim Anspieltermin von „Yaiba: Ninja Gaiden Z“ aus sich herausplatzen. Platzen ist ein gutes Stichwort, denn wie will der Erfinder von „Mega Man“ seine Industrie retten? Mit platzenden Zombie-Horden und einem Cyborg-Ninja, der durch einen völlig abgedrehten Drogen-Farbrausch springt, der sich ein bisschen amerikanisiert anfühlen soll. „Yaiba: Ninja Gaiden Z“ im Mega-Preview.

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Gott ist das schnell. Dieser krude, pixelige Ninja-Cyborg namens Yaiba schlitzt sich mit einer Geschwindigkeit durch modrige Zombie-Horden, da würde selbst Kratos ganz schwindlig werden. Klinge hier zücken, Rückenmark dort durchtrennen – bitte, danke. Literweise Blut spritzt und wenn die Arena bereits wie nach einem Löwen-Schlachtfest im Kolosseum Roms aus „Ryse: Son of Rome“ wirkt, wird einfach noch eine Hundertschaft an Zombies reingeworfen. Macht Sinn, man möchte sich ja schliesslich aufwärmen, so als Held der gerade erst von den Toten auferstanden ist. Möchtegern-Ninja Yaiba legt sich nämlich direkt in den ersten Sekunden mit Grossmeister Ryu Hayabusa, dem Mastermind der „Ninja Gaiden“-Reihe an und bekommt gehörig die Lewiten gelesen. Die beiden krachen in der Luft zusammen als wollten sie „Matrix“ nachspielen, zerstören dabei ihre halbe Umwelt und schlussendlich hält Ryu es für notwendig seinem Kontrahenten Beine, Arme und sicher noch einige andere Körperteile abzuschneiden. Fragt sich natürlich: Wie wird der gute Mann jetzt auf einmal zum Cyborg-Ninja?

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 Auf eine Geschichte im Stil des neuen „Robocop“-Streifens mit grossem Hightech-Aufwand, Militär und CIA verzichtet „Mega Man“-Erfinder Keiji Inafune. Die ist ganz platt: Ein Hightech-Konzern belebt ihn wieder und bietet ihm an als Cyborg die Kräfte zu verleihen die er im Kampf gegen Ryu braucht – wenn er dafür vorher eine völlig ausser dem Ruder gelaufene Zombie-Epidemie unter Kontrolle bringt.

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Punkt, reicht, wobei es immerhin noch eine heisse rothaarige Kommando-Offizierin dieses Konzerns gibt, die uns Anweisungen, Tipps und Trick gibt. 
„Yaiba: Ninja Gaiden Z“ ist ein reinrassiges High-Speed-Schnetzelspiel ohne viel Story-Schnörkel, gross ausgearbeitete Charaktere oder eine Engine, die euch die Kinnladen runterklappen lässt. Es ist ehrlich japanische Handarbeit, ein Klingen-Balett, komponiert aus Schlägen, Tritten, Blocken, Rollen, Springen und 1000 und einem extrem brutal inszenierten Finisher. Wie „Ryse“ auf japanisch – nur ohne Edelgrafik und dafür etwas mehr spielerischer Substanz für echte „Ninja Gaiden“-Profis. 


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