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NHL 16 - Test

Von Maskottchen und Playoff-Bärten

Test Stefan Tschumi getestet auf Xbox One

Hierzulande jagen die Puckartisten bereits wieder der kleinen schwarzen Hartgummi-Scheibe nach. In Nordamerika aber ruht der Spielbetrieb noch. Doch nicht mehr lange. Denn EA Sports schickt die Athleten bereits jetzt aufs Eis. Zumindest auf das digitale. Wir haben uns ebenfalls auf das gefrorene Wasser gewagt und sagen euch, was der neuste Ableger taugt.

Neues Jahr, neues NHL aus dem Hause EA und ein neuer Cover-Athlete. Auch dieses Mal ziert Nino Niederreiter das Schweizer Cover des Spiels. Dies sorgte schon für eine erste Vorfreude auf "NHL 16". Zuerst wurden die Fans dann aber mächtig enttäuscht. Für "NHL 16" wurde keine Demoversion bereitgestellt. Klar, es gab dieses Beta-Ding. Aber bitte, keine Demo...?

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Nun gut. Dafür haben sich die Jungs von EA Sports dieses Jahr etwas zu Herzen genommen: Die Wünsche der Fans. Denn in "NHL 16" fand das grösste Fan-Feedback aller Zeiten seien Berücksichtigung. Und die Fans wollten vor allem eines: Das Teamspiel verbessert sehen.

Der Focus liegt auf dem Teamspiel

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Der Wunsch der Fans ist indes verständlich, da es sich bei Eishockey um eine Teamsportart handelt, in der das Teamspiel besonders zum Tragen kommt. Jeder Eisakteur vermag dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Jeder Spieler kann zu jeder Zeit auf dem Eis den Unterschied machen. Vielleicht noch mehr als dies beim Fussball der Fall ist. Gerade individuelle Fähigkeiten fallen im Eishockey teils immens ins Gewicht. Und so bietet EA Sports neu die Möglichkeit für den Transfer dieser individuellen Fähigkeiten von der realen Welt in die digitale. Soll heissen, zusammen mit Freunden kann jetzt in 6-gegen-6-Spielen angetreten werden. Jeder Spieler übernimmt also je eine Position. Bleibt zu hoffen, dass ihr von allem etwas in eurem Freundeskreis habt. Denn um zu gewinnen braucht ihr nicht nur einen Spitzen-Torhüter, sondern auch Weltklasse-Verteidiger, superschnelle Flügelspieler und einen eiskalten Center. Also schaut euch bereits jetzt im Freundeskreis um und rekrutiert euer Team.

Aber Achtung: Das oben Geschilderte bezieht sich nur auf die Online-Spiele. Offline erfährt man dann schnell eine grosse Ernüchterung. Mit einem Freund wollte ich eine Saison spielen. Die Idee war, dass er und ich je ein Team aussuchen und damit losziehen - mit dem Ziel Titelgewinn. Der andere sollte jeweils das gegnerische Team spielen, so dass man hart um die Punkte und das Erreichen der Playoffs kämpfen muss. Doch leider geht das nicht. Denn im Saisonmodus können nur die Teams gesteuert werden, die vorab angewählt wurden. Möchten wir also die Möglichkeit haben, nicht nur das eigene Team, sondern jeweils auch das gegnerische Team zu steuern, müssen wir alle Teams vorab anwählen und alle Partien – bis auf zwei – simulieren. Wer sich diesen Schwachsinn ausgedacht hat, würde mich mal Wunder nehmen. Wahrscheinlich wurde diese Massnahme getroffen, damit man sich keinen Erfolg erschleichen kann. Aber mal ehrlich: Wie wichtig sind diese Erfolge schon...

Ich persönliche finde dies einfach nur schwach. EA Sports dürfte sich gerne mehr auf das Offline-Spielerlebnis fokussieren. Naja.

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