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PlayStation Classic - Hardware-Test

Erstaunlich klein, aber nur bedingt grossartig

Hardware: Test Video Sönke Siemens

Kompakte Retro-Konsolen mit vorinstallierten Klassikern liegen spätestens seit dem überwältigen Erfolg des NES Classic Mini sowie des Super Nintendo Classic Mini voll im Trend. Pünktlich zum 24. Geburtstag der Original-PlayStation schrumpft nun auch Sony seinen Bestseller aus dem Jahr 1994. Doch ist die Mini-Konsole wirklich den Preis von 129,90 Franken wert? Gelingt es Sony tatsächlich, die wichtigsten Top-Titeln von damals in einem Rund-um-Sorglos-Paket zu bündeln? Unser Test gibt Antwort – die leider häufig nicht positiv ausfallen.

Formfaktor und Spezifikationen

Erinnert ihr euch nach an die Abmessungen der Ur-PlayStation? Das Gerät war 27 Zentimeter breit, 18,8 Zentimeter tief und 6 Zentimeter hoch. Mit anderen Worten: Ein ziemlich klobiges Teil. Umso mehr staunten wir, als wir zum ersten Mal die Verpackung der PlayStation Classic öffneten. Denn Sony hat es doch tatsächlich fertig gebracht, die Konsole mit der Modellbezeichnung SCPH-1000R auf die unglaubliche handliche Grösse von 14,9 x 10,5 x 3,3 Zentimeter (Breite, Tiefe, Höhe) zu schrumpfen. Das Volume reduziert sich also um 80 Prozent im Vergleich zur Original-Konsole. Das neue Gewicht ist ebenfalls eine kleine Sensation und hat sich von 1,5 Kilogramm auf federleichte 170 Gramm reduziert.

Screenshot

Den markanten Look des Originals behielt Sony hingegen bei. Wichtig: Dadurch, dass alle vorinstallierten Spiele auf einem internen Flash-Speicher schlummern, lässt sich die CD-Klappe logischerweise nicht öffnen. Gleiches gilt für die Memory-Card-Slots. Sie werden durch virtuelle Speicherkarten ersetzen, die ebenfalls den internen Speicher nutzen.

Und die intern verbaute Hardware? Hierbei handelt es sich um System-on-Chip-Design des Taiwanesischen Halbleiter-Herstellers MediaTek mit ARM Cortex A35 Quad-Core Cluster mit einer GPU vom Typ PowerVE GE8300, 1 GB DDR3 Arbeitsspeicher und 16 GB Flash-Speicher. Was genau das System zu leisten vermag klären wir in einem späteren Abschnitt des Artikels.

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